Frontline Experience × Shootex
Das System gehört jetzt uns.
Wir bauen die Hardware um. Wir schreiben die Software. Wir behalten die Daten. Frontex ist ein Lasertag-Betriebssystem, gebaut von den zwei Firmen, die es jedes Wochenende selbst betreiben.
Der Auslöser
209.708 € Angebot unseres Lieferanten. März 2026. Nach Rabatt.
Wir haben das Angebot gelesen und stattdessen eine Waffe aufgeschraubt.
Frontline Experience betreibt Real-Life-Gaming-Events auf Lost Places. Shootex betreibt Outdoor-Lasertag bei Ulm. Beide Firmen haben ihr Kernsystem eingekauft, bei demselben Hersteller, unter dessen Bedingungen.
Als klar wurde, was die nächste Ausbaustufe kostet, war die Frage nicht mehr, ob wir uns das leisten. Die Frage war, warum das Herzstück unseres Geschäfts jemand anderem gehört.
Die 209.708 € sind ein komplettes Systempaket: Geräte, Sensorik, Software, Lizenz. Die Umbaukosten weiter unten betreffen nur die Elektronik in bereits vorhandene Geräte. Die beiden Zahlen sind bewusst nicht als Vergleich aufgestellt. Sie beschreiben zwei verschiedene Arten, ein Lasertag-Geschäft zu betreiben.
Warum ein geschlossenes System teuer ist, auch nach dem Kauf
Du kaufst kein Gerät. Du kaufst eine Abhängigkeit.
Der Preis entsteht woanders
Wer die Plattform besitzt, bestimmt, was die nächste Ausbaustufe kostet, wann sie kommt und was sie kann. Ein Betreiber, dessen Kapazität an fremden Lieferzeiten hängt, kann nicht planen, sondern nur warten.
Der Code ist zu
Neue Spielmodi, eigene Regeln, ein Punktesystem, das zu unseren Events passt: alles nur, wenn der Hersteller es vorgesehen hat. Unsere Formate sind der Grund, warum Leute zu uns kommen. Sie enden an fremden Menüs.
Die Daten gehören nicht dir
Treffer, Spielzeit, Wiederkehrer, Verhalten pro Location: das ist die wertvollste Substanz eines Event-Geschäfts. In einem geschlossenen System entsteht sie im Gerät und bleibt dort.
Die Lieferkette liegt in Russland
Unser bisheriger Hersteller produziert in der Russischen Föderation. Für ein deutsches Unternehmen, das 2026 Ersatzteile, Zahlungswege und Servicezusagen absichern muss, ist das kein Detail. Es ist der nüchternste Grund von allen, das Herzstück nach Deutschland zu holen.
Was gebaut ist
Vier Teile. Alle vier von uns geschrieben.
Der Umbau tauscht nur das Gehirn. Abzug, Sensorik, Gehäuse und Akku der vorhandenen Geräte bleiben, wo sie sind. Aus einem gekauften Gerät wird eine Plattform, auf der wir selbst entwickeln.
01 Firmware
Das Gehirn
ESP32 statt Originalcontroller. Infrarot-Trägersignal, Treffererkennung, Magazin, Nachladen, Respawn und Team-Logik laufen auf unserem Code. Aktuell Version 0.4, geflasht und im Labor getestet.
Bauteil bleibt Abzug, IR-Sender, Kopfband, Akku, Gehäuse
02 Server
Der Spielleiter
Eigener Spielserver über WLAN. Seit v0.4 mit HTTP-Schnittstelle und Live-Board, damit Auswertung nicht mehr im Terminal endet, sondern an jede App andocken kann.
03 App
Die Akte
Spieler-App mit Profil, Einsatzhistorie, Trupp, Serie und Rangliste. Login am Handy per NFC. Sie ist gebaut, live erreichbar und wartet nur noch auf echte Serverdaten statt Testdaten.
04 Konfigurator
Der Werkzeugkasten
Weboberfläche für Teams, Geräte-IDs, Kopfbänder und Dogtag-Kennungen. Warnt bei doppelten Kennungen und exportiert direkt die Konfigurationszeilen für die Firmware.
Identität
Ein Dogtag. Drei Leser.
Jeder Spieler bekommt eine Marke mit einem NFC-Chip. Sie wird an drei Stellen gelesen, und an jeder Stelle bedeutet sie etwas anderes.
Damit ist ein Spieler kein Gerät mehr, das drei Stunden lang Treffer zählt. Er ist eine Person mit Historie über Events und Standorte hinweg. Das ist der Unterschied zwischen einem Nachmittag und einem Account.
Die Kalkulation
Wir kaufen keine Systeme mehr. Wir kaufen Rechenleistung.
Drei Ausbaustufen des Umbaus, gerechnet auf Bauteilebene. Die Serienstufe ist die, mit der eine Flotte realistisch wächst.
Minimalaufbau je Einheit. Genug, um das Prinzip im Duell zu beweisen.
Aufbau mit NFC-Leser, Rückmeldung und Ausbaureserve. Der Prototyp-Stand.
Eigene Platine statt fliegender Verdrahtung, ausgelegt für Wiederholbarkeit und Feldeinsatz.
Bauteilkosten je Einheit aus unserer eigenen Kalkulation vom August 2026, ohne Arbeitszeit, ohne Gehäuse und ohne das umgebaute Gerät selbst. Sie sind ein belastbarer Ausgangspunkt für die Stückkostenrechnung, aber keine Einkaufspreise aus einer Serienbestellung. Die haben wir noch nicht, weil die Serie noch nicht läuft.
Wer das baut
Der eine hat den Markt. Der andere hat die Werkbank.
Frontex entsteht nicht in einem Labor, das später einen Kunden sucht. Es entsteht in zwei Betrieben, die das Ergebnis am nächsten Wochenende selbst einsetzen müssen.
Frontline Experience
Größter Anbieter für Real-Life-Gaming in Deutschland, entstanden 2025 durch die Übernahme des vorherigen Marktführers. Events über 6 bis 72 Stunden auf echten Lost Places.
- Dead City Dresden, 150.000 m² Industriekomplex
- Bunker Erich, Siegen, 60.000 m² ehemalige NATO-Anlage
- JVA Salinenmoor, Celle, stillgelegtes Gefängnis
- HIPE Award 2026 mit Gesamtnote 1,3
- Rund 40 Darsteller, bis zu drei Standorte parallel bespielbar
- Bekannt aus ProSieben, Sat.1 und Sky
Shootex
Outdoor-Lasertag in Staig bei Ulm, angetreten als erstes realistisches Lasertag-Erlebnis in Süddeutschland. Der Betrieb, an dem sich zeigt, ob eine Regel im Gelände funktioniert oder nur auf dem Papier.
- Bis zu 24 Spieler gleichzeitig im Gelände
- Sieben Gerätetypen mit eigenen Klassen, dazu Granate und Claymore
- Spielmodi von Team Deathmatch bis Search and Destroy
- Ganzjahresbetrieb im Freien, Rangliste und Turniere
- Hardware-Partner im Projekt: Milan
Frontline bringt Reichweite, Locations und ein Kundenarchiv aus Jahren. Shootex bringt den täglichen Umgang mit der Hardware. Beide hatten dasselbe Problem, und beide haben es satt gehabt. Deshalb steht am Anfang dieses Systems kein Businessplan, sondern ein Schraubenzieher.
Stand am 10. August 2026
Was flasht, und was noch nicht.
Frontex ist ein Prototyp. Diese Seite verkauft kein fertiges Produkt, und die folgende Liste ist der Grund, warum Sie dem Rest der Seite glauben können.
Läuft
Verifiziert- LiveFirmware v0.4 auf dem ESP32, inklusive Fix eines Timerfehlers, der die Infrarot-Trägerfrequenz zerlegt hätte
- LiveSpielserver v0.4 mit HTTP-Schnittstelle und Live-Board
- LiveSpieler-App mit Profil, Historie, Trupp und Rangliste, im Browser erreichbar
- LiveKonfigurator mit Export direkt in die Firmware-Konfiguration
- LiveNFC an allen drei Stellen: Griff, Respawn-Station und Handy
Offen
Ehrlich- OffenDas erste Duell zweier umgebauter Geräte im Feld. Der Termin hängt an zwei Messungen am Bauteil, nicht an Code.
- OffenMittenfrequenz der vorhandenen Treffersensoren messen, damit Sender und Empfänger sicher zueinander passen
- OffenTreffersensor körpernah statt am Gerätegehäuse platzieren
- OffenApp auf echte Serverdaten umstellen statt Testdaten
- OffenEntscheidung zur Datensparsamkeit bei Spielernamen vor dem ersten echten Einsatz
Der Weg
Von zwei Geräten zu einer Flotte, dann zu einer Lizenz.
Das Duell
Zwei umgebaute Geräte, ein Server, ein vollständiges Match im Gelände. Der Beweis, dass unser Code das kann, wofür wir sechsstellig zahlen sollten.
Die eigene Platine
Fliegende Verdrahtung wird zur Serienplatine. Ab hier ist ein Umbau eine Handlung von Minuten und keine Bastelei mehr.
Die eigene Flotte
Umbau der vorhandenen Geräte an beiden Standorten. Die heutige Kapazitätsgrenze ist eine Grenze des gekauften Systems, nicht des Geländes.
Andere Betreiber
Der Blueprint für Partnerstandorte liegt vor: Technik und zentrale Buchung von uns, Gelände und Personal vom Partner. Jeder Betreiber in Europa mit vorhandener Hardware ist ein möglicher Kunde für das Gehirn darin.
Die ersten beiden Etappen sind Arbeit, die begonnen hat. Die letzte ist eine begründete Wette, kein belegter Umsatz. Wir schreiben das hin, weil ein Investor den Unterschied ohnehin herausfindet, und lieber hier als im Termin.
Für Kapitalgeber